#Tag 0: Der erste Schritt

Nach einer unvergesslichen Überaschungsfeier zum Abschied (mit Freudentränen in meinen Augen), der zugehörigen, üppigen Henkersmahlzeit, der unerwarteten Geschenke zum Pilgern und einem kleinen Lederbuch – vollgepackt mit Liebe und schönen Erinnerungen für erschwerliche Tage – ist meine Familie mit mir heute Morgen um 6:30 Uhr zum Testzentrum gestartet.

Die Jakobsmuschel – das Erkennungsmerkmal der Pilger (abgesehen vom Rucksack mit Stöcken)

Das Testzentrum öffnet mit deutscher Pünktlichkeit zum Paukenschlag um 7:00 Uhr. Flott getestet und für negativ befunden, bin ich dann auf Schienen nach Paris geglitten.

Gare Montparnasse in Paris – wie sich später rausstellt straucheln alle Pilger gleichermaßen an der usability der Gleisanzeige

Mein Französisch reicht offensichtlich gerade noch aus, um den richtigen Zug zu finden und die Wartezeit wird dazu genutzt, schon mal vorzufühlen, was zu viel Gepäck bedeutet.

Etwas Nieselschauer erwartet mich und ca. 10 weitere neue Pilger gegen 20:00 Uhr in „Saint-Jean-Pied-de-Port“ am Fuße der Pyränen. Der erste Weg geht zum Pilgerbüro und dann in ein gemütliches Etagenbett in einem privaten Hostel.

Mit dem ersten Stempel brennt sie lichterloh – die Vorfreude auf einsame Schritte, die Tage am Limit und die Zeit mit mir selbst. Willkommen Gedanken! Willkommen auf der Reise zum Nullpunkt! Buen Camino!

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